17 Abiturienten verlassen Reckenberg Berufskolleg mit höchstem Schulabschluss
Kreis Gütersloh. Am Beruflichen Gymnasium des Reckenberg Berufskollegs freuen sich 14 Schülerinnen und drei Schüler über ihr Abitur mit erziehungswissenschaftlichem Schwerpunkt. Im Rahmen der Abschlussfeier, die am vergangenen Freitag, den 26.06.26 stattfand, blickten die jungen Absolventen gemeinsam mit Eltern und Freunden, dem stellvertretenden Schulleiter Jens Rybak sowie dem Klassenlehrerteam Svenja Kröger und Daniel Bandic auf die dreijährige Oberstufenzeit zurück.
Musikalisch untermalt wurde die Feier durch den Chor der Unterstufe des Beruflichen Gymnasiums. Jahrgangsbeste der Klasse ist Henriette Esken mit einem herausragenden Notendurchschnitt von 1,1. Die Namen der weiteren Abiturienten: Joana Beforth, Sophie Victoria Fletcher, Kürsat Gökay, Darlin Hegert, Emilia Hüske, Sevia Jelitto, Maxima Kochtokrax, Lotta Lamberjohann, Felix Lutze, Lara Lutze, Fatima Mekaoui, Lina Mertensjohann, Faye Peternathe, Julie Rickhaus, Fiona Samarzija, Macolin Wieser
Getreu dem Motto der diesjährigen Abiturientia „Ferrabi – 13 Jahre neben der Spur“ betonte der stellvertretende Schulleiter Jens Rybak zur Begrüßung: „Neben der Spur kann man ganz anders lesen: abseits der ausgetretenen Pfade unterwegs zu sein, neue Perspektiven zu suchen und Dinge anders zu machen. Und genau dieses Anders-Sein haben Sie bei uns sichtbar gemacht.“ Das Anders-Sein erklärte er im Verlauf seiner Rede zum Beispiel am grandiosen Einsatz der Klasse beim internationalen Kulturfest der Schule, bei der alle angehenden Abiturienten vor allem eine Haltung gelebt hätten – nämlich nicht nur Kultur zu konsumieren, sondern zu gestalten und Verantwortung zu übernehmen. Dinge zu planen, umzusetzen und zu analysieren – und zugleich Menschen zu verstehen und im Team zu arbeiten, sei dieser Abiturentia wirklich gelungen. Weiter hob er hervor, dass es das Zusammenspiel von Technik, Handwerk und Sozialkompetenz sei, die die Schüler:innen in ihrer dreijährigen Oberstufenphase am Reckenberg Berufskolleg besonders geschult hätten. Denn: „Kreativität ohne Handwerk ist oft nur eine Idee; Handwerk ohne Kreativität bleibt Mechanik. Beides zusammen – das sind Sie!“
Das Klassenlehrerteam Svenja Kröger und Daniel Bandic erinnerten in ihrer wirklich launigen Rede, die an vielen Stellen von den Abiturienten und ihren Eltern mit Applaus und Schmunzeln begleitet wurden, an einige lustige und chaotische Begebenheiten der letzten drei Schuljahre. „Was passiert, wenn man eine Gruppe junger Menschen mit unterschiedlichsten Persönlichkeiten, Lebenswegen, Interessen und Schlafrhythmen in einen Klassenverband steckt und ihnen drei Jahren Zeit gibt?“ fragten sie. Und antworteten: „Hier und heute sehen wir junge Erwachsene, die Verantwortung übernehmen, ihre Meinung vertreten, ihren Weg gehen, die gelernt haben, auch Rückschläge auszuhalten und wieder aufzustehen.“ Und das sei die eigentliche Essenz der letzten drei Jahre – nicht die Noten, nicht die Punkte, nicht die Zeugnisse – sondern die ganz persönliche Entwicklung eines jeden Einzelnen. Beide wünschten ihren Abiturienten, dass sie weiter an ihrer Urteilskraft und Empathie festhalten und sich einzumischen, wenn andere ausgegrenzt werden und schlossen ihren Redebeitrag mit den Worten „Es war eine Freude, auch begleiten zu dürfen. Wir sind stolz auf euch.“
Für die Klasse ergriffen die beiden Sprecherinnen Fatima Mekaoui und Henriette Esken das Wort. Sie dankten nicht nur für die pädagogische Begleitung, sondern auch für viele Momente, in denen aus Pädagogen Berater und Motivatoren wurden und erklärten: „Unsere Klassenlehrer waren diejenigen, die jede einzelne Sekunde an uns geglaubt haben, selbst wenn wir es manchmal nicht mehr taten.“ Auch hoben sie hervor, dass die Klasse gelernt habe, ihren eigenen Weg zu gehen und der Zusammenhalt ein ganz besonderer gewesen sei.“