39 staatl. anerkannte Erzieher/innen erhielten ihren Abschluss am Reckenberg Berufskolleg. Hinzu kommen sieben Studierende, die ihr Anerkennungsjahr in Teilzeit absolvieren und in Kürze ebenfalls ihre Ausbildung absolviert haben.
39 staatl. anerkannte Erzieher/innen erhielten ihren Abschluss am Reckenberg Berufskolleg. Hinzu kommen sieben Studierende, die ihr Anerkennungsjahr in Teilzeit absolvieren und in Kürze ebenfalls ihre Ausbildung absolviert haben.

Staatlich anerkannte Erzieher/innen erhalten ihren Abschluss

Als einzige Einrichtung im Kreis Gütersloh bietet die Fachschule für Sozialpädagogik des Reckenberg Berufskollegs in Rheda-Wiedenbrück die Ausbildung zum/zur Erzieher/in an. Am vergangenen Dienstag, 07.07.26 freuten sich insgesamt 39 Studierende aus zwei Klassen über ihre Abschlüsse zum/zur staatlich anerkannten Erzieher/in. Sieben weitere Studierende, die die Ausbildung in Teilzeit absolvieren, befinden sich auch bereits auf der Zielgeraden zum erfolgreichen Abschluss und absolvieren derzeit noch ihr Anerkennungsjahr.

Die Ausbildung wird am Reckenberg Berufskolleg in zwei verschiedenen Formen angeboten: einer dreijährigen praxisintegrierten und einer zweijährigen vollzeitschulischen mit anschließendem Anerkennungsjahr. 25 Studierende haben im Rahmen ihrer praxisintegrierten Ausbildung (PiA) ihre Zeugnisse erhalten; 14 Studierende absolvierten die vollzeitschulische Form. Als Klassenbeste geehrt wurden Astrid Schurig und Susan Kühlewein. Im Verlauf der Entlassung in feierlichem Rahmen, zu dem Familien und Freunde ebenfalls eingeladen waren, hielt Aspram Mitschikjan einen einfühlsamen lyrischen Beitrag zu ihrem Weg als Erzieherin. Celine Nikolova überzeugte mit einem musikalischen Solo.

Schulleiterin Elke Brost hob in ihrer Rede die Meilensteine hervor, die die Studierenden in ihrer Ausbildung bewältigten und verglich diese in humorvoller und wirklich treffender Weise mit dem Schwimmenlernen und den verschiedensten Schwimmabzeichen – vom Seepferdchen und Seeräuber-Emblem bis hin zu Bronze-, Silber- und Goldabzeichen. Denn während es zu Beginn der Ausbildung galt, „irgendwie über Wasser zu bleiben, neue Begriffe, neue Theorien, Entwicklungspsychologie, Bildungspläne zu lernen“, ging es damit weiter „Schätze zu heben, die nicht aus Gold bestanden, sondern aus Fähigkeiten, Momenten und Entwicklungsschritten von Kindern.“ Im nächsten Schritt folgte das Üben von „Technik, Ausdauer, Orientierung“ sowie das Trainieren von „Future-Skills“, nämlich „Anpassungsfähigkeit. Kreativität, Kommunikationsfähigkeit, Lernbereitschaft und Resilienz.“ Schulleiterin Elke Brost hob zudem noch hervor, dass Kindertageseinrichtungen heute weit mehr als Orte der Betreuung seien, nämlich Bildungsorte, Lebensräume und oft auch ein wichtiger Anker für Familien. Sie erinnerte, dass pädagogische Arbeit bedeute, Kinder zu begleiten, Beziehungen zu gestalten, Entwicklung zu fördern und gleichzeitig organisatorische Anforderungen im Blick zu behalten. Genau das hätten die Studierenden gelernt: flexibel zu handeln, Verantwortung zu übernehmen, im Team zu arbeiten und stets handlungsfähig zu bleiben.

Die Klassenlehrerinnen Anna Figge und Katharina Kortlang betonten in ihrer gemeinsamen  Abschlusspräsentation die einzigartigen Fähigkeiten und Erfahrungen, die die Studierenden als Personen gestärkt und darauf vorbereitet haben, die Erzieherinnen und Erzieher zu werden, die sie heute sind. Eine Geschichte vom Regenbogen und seinen einzigartigen Farben symbolisierte diese Fähigkeiten. Sie ermutigten die Studierenden, ihre erlernten Kompetenzen einzubringen und zu vertiefen, egal ob die Sonne scheint, oder es regnet.

Auch aus jeder der beiden Klassen blickten die Studierendenvertreterinnen Müberra Kiziltan und Nicole Meyer sowie Astrid Schurig und Hannah Manche auf ihre Ausbildungszeit zurück. Mit Humor und Erinnerungen an die gemeinsamen Jahre des Lernens waren sich alle Studierenden einig: Es war eine Zeit, in der sie nicht nur Fachwissen erlangt haben, sondern auch eine persönliche Entwicklung stattgefunden hat und dass der Beruf „Erzieher/in“ nicht nur ein Beruf ist, sondern eine Herzensangelegenheit. Sie dankten ebenfalls den Pädagoginnen und Pädagogen für ihre fachliche wie empathische Begleitung und stellten fest: „Wenn wir bald ganz selbstständig in der Kita stehen, ein Kind ermutigen, ihm zuhören, es begleiten oder ihm einfach das Gefühl geben, gesehen und wertvoll zu sein, dann werden Sie alle immer ein Teil dieser Momente sein.“